Meeresschutz
Meeresschutz

 

  1. DAS MEER IST UNSERE LEBENSGRUNDLAGE. 
    Der Ozean bedeckt 71 Prozent des Globus. Die Weltbevölkerung wächst noch immer stetig. Immer mehr Menschen decken ihren Proteinbedarf durch Fisch und andere Meerestiere und immer mehr Menschen nutzen das Meer als freie Ressource. 
    Zusammen mit der Atmosphäre bestimmt der Ozean das Klima auf der Erde. 
    Ohne das Meer als Sauerstoff- und Nahrungslieferant können wir nicht überleben.
  2. DAS MEER LEIDET UND BRAUCHT SCHUTZ.
    Das Meer wird durch unterschiedliche Faktoren aus der Umwelt stark belastet. Nicht nur ein einzelnes Problem, sondern ein ganzes Krisenbündel ist dafür verantwortlich. Abnahme der ph-Werte durch Versauerung sowie Erwärmung und Meeresspiegelanstieg verändern bereits heute viele Lebensräume. Der globale Meeresspiegel ist in den letzten hundert Jahren um 20 cm gestiegen. Bis zum Ende des Jahrhunderts könnte es ein Meter werden. Der Meeresschutz ist wichtiger denn je.
  3. WIR ENTNEHMEN DEM MEER MEHR, ALS DAS MEER GEBEN KANN. 
    Übernutzung führt zu Raubbau am Meer. Beispielsweise durch Überfischung – global sind bereits 90 Prozent der Fischereibestände maximal genutzt oder überfischt. Besonders besorgniserregend sind weltweite Veränderungen der Nahrungsnetze und das Schwinden von marinen Lebensräumen für Tiere durch menschliche Aktivität, wie zum Beispiel Mangroven- oder Korallenriffgebiete.
  4. WIR GEBEN DEM MEER MEHR ALS ES VERTRAGEN KANN. 
    Das Meer nimmt viel auf – mehr als es vertragen kann: Es nimmt Teile der Treibhausgase auf, verwandelt viel Gülle und Dünger in gesunde Biomasse und es puffert die Klimaerwärmung ab. Plastikmüll, Mikroplastik, Ölverschmutzungen und Giftabfälle sind zusätzliche grosse Belastungen.  Die Zerstörung von marinen Ökosystemen und somit Leben ist die Folge.
  5. WIR WISSEN NICHT, WAS WIR TUN. 
    Alles hat Auswirkungen auf das Meer: Was wir essen, wohin wir verreisen, womit wir unsere Zähne putzen, welche Kleidung wir tragen. Aber meistens ist uns dies gar nicht bewusst. Es ist Zeit, mehr darüber zu erfahren, wie wir unsere Ozeane schützen können.
  6. WIR WISSEN FAST NICHTS ÜBER DAS MEER 
    So ist die Tiefsee noch praktisch unerforscht. Der beginnende Tiefseebergbau vernichtet möglicherweise Ökosysteme, bevor wir sie kennenlernen können. Der grosse Run steht noch bevor, denn Rohstoffe und Energie aus der Tiefsee sind begehrt. Und der Bedarf wächst stetig.
  7. ES WÄRE GENUG FÜR ALLE DA. 
    Ein nachhaltiger und gerechter Umgang mit den natürlichen Ressourcen des Meeres ist möglich. Voraussetzungen sind Meeresschutzgebiete, nachhaltige Fischerei, ein bewusster Konsum, eine faire Verteilung und ein kluges Fischereimanagement.
  8. DER OZEAN IST UNGESCHÜTZT. 
    Das Meer braucht Schutz. Aber es gibt keine weltweite Instanz, die für den Meeresschutz zuständig ist. Das Meer kann nicht richtig geschützt werden, weil Bürokratie, unklare Zuständigkeiten, lückenhaftes Recht und Schlupflöcher dies verunmöglichen. Schutzgebiete sind dringend nötig.
  9. DIE ÄRMSTEN SIND AM STÄRKSTEN BETROFFEN.
    Machen wir weiter wie bisher, werden viele Menschen ihre Lebensgrundlage verlieren. Das Leben der Ärmsten ist leider zuerst und am stärksten bedroht. Die logische Folge und der letzte Ausweg für viele ist Migration.
  10. ES BESTEHT HOFFNUNG.
    Vieles bewegt sich in die richtige Richtung. Menschen auf der ganzen Welt beginnen, das Weltmeer zu verstehen und ihr Verhalten und ihren Konsum zu ändern. Mit der internationalen Ozeankonferenz der Vereinten Nationen in New York 2017 macht sich die Welt auf den Weg, echten MEERESSCHUTZ GEMEINSAM ZU VERWIRKLICHEN. Das ist eine sehr wichtige und die richtige Entwicklung für den Meeresschutz.
    Weitere Informationen zum Thema Meeresschutz findest du in unserem Beitrag 10 Dinge die du für das Meer tun kannst.